AHA

High Performance Skincare: Die Wissenschaft hinter unserer Fruchtsäure-Creme

3 Min. Lesezeit
High Performance Skincare: Die Wissenschaft hinter unserer Fruchtsäure-Creme

Eine Nachtcreme mit Glykolsäure verbindet das Peeling-Prinzip von Fruchtsäuren mit der Pflege deiner Abendroutine. Doch wie funktioniert das, und warum ist die Konzentration allein nicht entscheidend? Am Beispiel unserer NIGHT erklären wir, wie Glykolsäure, pH-Wert und Rezeptur zusammenspielen.

Fruchtsäure-Peelings kennst du vielleicht aus dem Kosmetikstudio oder der dermatologischen Praxis. Dr. Ursula Tonar wollte dieses Wirkprinzip in eine Nachtcreme bringen, die du zu Hause anwenden kannst. Die Entwicklung dauerte mehrere Jahre und erforderte viele Testrezepturen sowie eine andere Verpackung als ursprünglich gedacht.

Was ist Glykolsäure und wie wirkt sie auf die Haut?

Glykolsäure (Glycolic Acid) gehört zu den Alpha-Hydroxysäuren, kurz AHA. Umgangssprachlich spricht man von Fruchtsäuren. Kaum eine andere AHA ist in der Hautpflege so gut untersucht. Mit einer molaren Masse von rund 76 g/mol ist Glykolsäure die kleinste AHA, die in kosmetischen Peelings eingesetzt wird. Sie lockert die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen der obersten Hautschicht. So können sich diese Zellen leichter lösen.

Für deine Haut bedeutet das: Die Oberfläche kann sich glatter anfühlen, das Hautbild wirkt feiner und der Teint ebenmäßiger. In Studien wurden mit passenden Formulierungen außerdem Verbesserungen bei feinen Linien und bei Zeichen lichtbedingter Hautalterung beobachtet (1, 2).

Glykolsäure in Nachtcremes: Warum der pH-Wert zählt

Viele schauen bei Säureprodukten zuerst auf die Prozentzahl. Mindestens genauso wichtig ist aber der pH-Wert der Rezeptur. Glykolsäure ist eine schwache Säure mit einem pKa-Wert von etwa 3,83. Je nach pH-Wert liegt ein Teil von ihr als freie Säure vor, der Rest in ionisierter Form. Wie groß der freie Anteil ist, beeinflusst, wie verfügbar die Säure ist und wie gut sie in die Haut eindringen kann (3).

Bei der Entwicklung mussten deshalb vier Dinge zusammenpassen:

  • Konzentration: Wie viel Glykolsäure steckt in der Creme?
  • pH-Wert: Wie viel davon liegt als freie Säure vor?
  • Grundlage: Wie beeinflussen die übrigen Inhaltsstoffe Freisetzung und Stabilität?
  • Verträglichkeit: Wie bleibt die Creme wirksam und trotzdem für die regelmäßige Anwendung geeignet?

Mehr Säure heißt also nicht automatisch bessere Pflege. Entscheidend ist, wie diese Faktoren in der fertigen Rezeptur zusammenspielen.

Warum die Entwicklung der AHA-Nachtcreme NIGHT Jahre dauerte

„Unsere NIGHT war definitiv eines der schwierigsten Produkte, die wir entwickelt haben. Gleichzeitig ist sie eines meiner absoluten Lieblingsprodukte.“ – Sabine Schnabel, CEO

Bei einem professionellen Peeling legt eine Fachkraft Konzentration und Einwirkzeit fest und überwacht die Behandlung. Eine Nachtcreme dagegen trägst du selbst auf, und sie bleibt über Nacht auf der Haut. Die Rezeptur muss also anders aufgebaut sein. Glykolsäure einfach in eine Creme zu rühren, reichte daher nicht. Dr. Tonar brauchte einen AHA-Komplex, der in einer reichhaltigen Formulierung funktioniert und stabil bleibt.

„Der Inhaltsstoff funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen. Wir brauchten den richtigen Säurewert und die passende Konzentration. Diesen Komplex stabil zu halten, war die große Herausforderung.“ – Dr. Ursula Tonar

Bis die Rezeptur so war, wie Dr. Tonar sie haben wollte, vergingen mehrere Jahre.

Warum NIGHT einen Airless-Spender hat

Sauerstoff, Licht, Feuchtigkeit und der ständige Kontakt mit Fingern können einer Rezeptur auf Dauer zusetzen. Deshalb gehörte die Verpackung bei der NIGHT von Anfang an zur Entwicklung dazu. Die Wahl fiel auf ein Airless-System. Anders als bei einem Tiegel kommt die Creme hier kaum mit Luft in Berührung, und du greifst nicht mit den Fingern hinein.

Ein Hinweis dazu: Glykolsäure selbst ist nicht besonders oxidationsempfindlich. Der Airless-Spender schützt vor allem die gesamte Rezeptur, also den AHA-Komplex und alle anderen Bestandteile, über die ganze Zeit der Anwendung.

Nachtcreme mit Glykolsäure oder professionelles Peeling?

Chemische Peelings sind in Kosmetik und Dermatologie seit Langem etabliert. Konzentration, pH-Wert und Einwirkzeit unterscheiden sich dabei je nach Behandlung stark. Professionelle Peelings sind deshalb etwas anderes als Pflegeprodukte für zu Hause. Die Nachtcreme NIGHT greift das bekannte Peeling-Prinzip der Fruchtsäuren auf und wurde für die Anwendung in deiner Abendroutine entwickelt. Orientiere dich bei der Anwendung an der Produktempfehlung.

Was du von der Glykolsäurepflege erwarten kannst

Glykolsäurehaltige Pflege kann die Hautoberfläche glatter wirken lassen und das Hautbild verfeinern. Wie deutlich das sichtbar wird, hängt von deinem Hautzustand, der jeweiligen Formulierung und der Anwendung ab. Erkenntnisse zu Glykolsäure im Allgemeinen sind dabei nicht mit einem Wirksamkeitsnachweis für jede einzelne Creme gleichzusetzen.

Dokumentierte Ergebnisse nach 4-8 Wochen bei Anwendung der NIGHT gemäß Produktempfehlung. Individuelle Ergebnisse können variieren.

Fazit: Bei einer AHA-Nachtcreme zählt die gesamte Rezeptur

Wie gut eine Glykolsäurepflege wirkt, hängt nicht allein an der Prozentzahl. Entscheidend sind pH-Wert, Rezeptur und Verpackung. Bei der NIGHT hat es Jahre gedauert, bis all das zusammenpasste. Herausgekommen ist eine Nachtcreme mit Glykolsäure, die das Wirkprinzip von Fruchtsäure-Peelings für die Pflege zu Hause aufgreift.

Entdecke die Nachtcreme NIGHT mit Glykolsäure

Wissenschaftliche Quellen zu Glykolsäure und AHA

  1. Tang, S.-C., & Yang, J.-H. (2018). Dual Effects of Alpha-Hydroxy Acids on the Skin. Molecules, 23(4), 863. https://doi.org/10.3390/molecules23040863
  2. Almeman A. A. (2024). Evaluating the Efficacy and Safety of Alpha-Hydroxy Acids in Dermatological Practice: A Comprehensive Clinical and Legal Review. Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 17, 1661–1685. https://doi.org/10.2147/CCID.S453243
  3. Karwal, K., & Mukovozov, I. (2023). Topical AHA in Dermatology: Formulations, Mechanisms of Action, Efficacy, and Future Perspectives. Cosmetics, 10(5), 131. https://doi.org/10.3390/cosmetics10050131